Fokus, Vertrauen & Führung: Meine Oktober-Reflexion mit lockerer Leine
Oktober: Leine locker, Wirkung klar
Wie Fokus Vertrauen schafft – im Business und an der Leine
Neulich beim Mantrailen mit Emil. Er hebt die Nase, ich den Blick. Wir starten – kein Zerren, kein „Jetzt aber!“. Die Leine ist auf leichter Spannung, die Verbindung steht. Dieses Vertrauen trägt uns durch Kreuzungen, Ablenkungen und eigene Zweifel. Und irgendwie beschreibt das auch meinen Oktober ziemlich gut: weniger Zerren, mehr Verbindung. Im Marketing. In Gesprächen. In Entscheidungen.
Schreiben mit Tiefe statt Social-Media-Dauerfeuer
Ich habe mich entschieden, mich zu fokussieren – und das hat alles leichter gemacht. Blog und Newsletter sind meine Hauptkanäle geworden. LinkedIn ist die Verlängerung, Instagram bleibt Spielwiese – wenn’s Spaß macht und Lust auf Hund mitschwingt. Diese Klarheit fühlt sich an wie ein guter Gurt: Sie hält, ohne einzuschnüren. Und sie wirkt. Mehr Tiefe in den Texten, klarere Angebote, bessere Gespräche. Es hat mir gezeigt: Fokus ist kein Verzicht, sondern ein Rahmen. Und dieser Rahmen macht Wirkung möglich.
Danke dafür auch an Judith Peters und ihr Blogtoberfest, die mich daran erinnert hat, dass auch Sichtbarkeit Spaß machen soll.
Ich habe „Nein“ gesagt zum Druck, x-mal pro Woche posten zu müssen. Stattdessen: Schreiben. In Ruhe. Mit Lust.
Das hat Raum geöffnet – für neue Ideen, für echte Projekte, für gute Vorbereitung. Überraschend, aber eindeutig: Wenn der Soll-Zähler schweigt, redet die Kreativität lauter.
Was ich losgelassen habe
Ich habe auch etwas weggelassen: den inneren Filter, der ständig fragt: „Was könnten die anderen denken?“ In meiner Supervisionsgruppe hatte ich sogar kurz das Gefühl, „zu wenig Probleme“ zu haben – als müsste ich erst etwas Schwieriges erfinden, um dazuzugehören. Totaler Blödsinn.
Ich habe viel an mir gearbeitet. Es darf leicht sein. Und: Leichtigkeit ist kein Mangel – sie ist ein Ergebnis.
Seit dieser Klarstellung: weniger Reibung, mehr Substanz. Mein Weg, mein Takt.
Mut schlägt Mindreading
Ich bin aktiv auf einen Kunden zugegangen, bei dem ich befürchtete, seine Erwartungen nicht erfüllt zu haben. Und was kam? Das Gegenteil. Ein ehrliches, tiefes Gespräch – und vielleicht ein neues Projekt.
Wieder was gelernt: Du weißt nicht, was andere denken, bevor sie es dir sagen.
Kontakt schlägt Kopfkino.
Führung beginnt mit Verbindung
Die Momente mit Emil – besonders beim Trailen – waren mein privater Anker in diesem Monat. Da üben wir, was Führung für mich bedeutet: Tempo aushandeln, Richtung klären, Verbindung halten. Kein Ziehen, kein Vorpreschen. Ein stilles „Ich sehe dich – und ich traue dir.“ Das funktioniert mit Hunden. Und auch mit Menschen.
Diesen Gedanken habe ich in meinem Projekt „Wandel gestalten“ weitergedacht. Eine Canvas-Idee ist im entstehen: Delegationslevel, Entscheidungsbahnen, klare Zuständigkeiten. Struktur macht Gefühle arbeitsfähig – durch Wertschätzung, durch ein klares Rollenverständnis und durch eine Führung, die Raum lässt, aber Orientierung gibt.
Ja – ich nutze KI. Ganz bewusst
Während viele so offensiv betonen, dass sie keine KI nutzen, frage ich mich: Warum eigentlich nicht?
Ich liebe es, meine Gedanken vor dem Schreiben zu testen, mir Reibung und Impulse zu holen – auch über ChatGPT, das ich liebevoll Veda nenne. Für mich ist das keine Abkürzung, sondern ein Resonanzraum. Eine gute KI ersetzt kein Gespür, aber sie kann es spiegeln und schärfen.
Meine Texte bleiben meine. Nur eben mit einem klugen Gegenüber im Vorfeld.
Was bleibt. Meine vier Learnings aus dem Oktober
- Fokus ist eine Struktur-Entscheidung
Er reduziert Rauschen – und erhöht Wirkung - Weglassen ist Führung
Nicht für ein imaginäres Publikum entscheiden, sondern für den eigenen Kompass. - Kontakt schlägt Annahmen
Sprich mit Menschen – nicht mit deinem Kopfkino - Vertrauen ist beidseitig
Auf dem Trail wie im Team, Klarer Rahmen, klare Signale – dann läuft es.






✅ Hier ist mindestens ein „Häckchen ✅“ aus meiner To-Want-Liste. Wer findet es?
Und jetzt? Der Blick nach vorn
Ich nehme drei kleine Impulse mit in den November – vielleicht sind sie auch für dich nützlich:
- Mini-Check: Deine Kanäle
Was ist dein Hauptkanal für Substanz? Was darf Spielwiese sein? Und woran misst du Wirkung – außer „Pulse-Umfragen“? - Kopfkino unterbrechen
Welche Annahme über jemanden hält dich zurück? Sprich sie an – und finde heraus, was wirklich stimmt. - Leine-locker Experiment
In einer wiederkehrenden Übergabe: Rolle und Entscheidungsspielraum klar definieren. Dann beobachten, was sich verändert
Warum das alles zusammenpasst
Fokus schafft Klarheit.
Klarheit schafft Verlässlichkeit.
Verlässlichkeit schafft Vertrauen.
Und Vertrauen macht echte Bewegung möglich – ohne Zerren, ohne Druck.
Ob im Content, in der Zusammenarbeit oder an der Leine:
Wenn die Verbindung stimmt, braucht es keine ständige Korrektur.
Leine locker. Blick wach.
Einladung
Welches eine „Nein“ öffnet dir im November ein wichtiges „Ja“ – für mehr Tiefe, Klarheit oder Vertrauen?
Ein Satz reicht – ich bin gespannt.








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